Scheiter heiter!
Scheiter heiter

Vor einiger Zeit war die freundliche Mediatorin bei einer Veranstaltung des wunderbaren Arbeitskreis Mediation, der sich mit dem Thema „Scheitern“ befasste. Von allen Seiten wurde dieses Thema betrachtet: was ist Scheitern,  wie gehe ich damit um, gibt es in Deutschland bzw. in den USA eine unterschiedliche Kultur des Scheitern. Und bald kamen die werten Anwesenden darauf, grundsätzlich zu hinterfragen, ob es etwas wie Scheitern überhaupt gäbe.

 

Häufig wird von Scheitern gesprochen, wenn a.) die Karriere nicht so hingehauen hat, wie man es sich gewünscht hat, oder b.) die Ehe. Im ersten Fall lohnt sich der Blick über den Ozean. Tatsächlich geht man in den USA mit einem Karrierewechsel oder auch einem Konkurs ganz anders um als hier in Deutschland. Das ist ein interessantes Thema, aber nicht meins – bei Interesse hier weiterlesen!

 

Im zweiten Falle… nun, bezüglich der Formulierung „die Ehe ist gescheitert“ habe ich ohnehin immer schon Bauchschmerzen gehabt. Denn definiert sich eine geglückte Ehe nur über die Dauer – wer’s am längsten miteinander aushält, hat gewonnen? Oder kann eine Ehe auch dann im Nachhinein als glücklich gelten, wenn sie in Anstand und Würde ihr Ende gefunden hat?

 

So war ich versucht, bei der Scheidungsverhandlung der Familienrichterin einen kleinen knackigen Vortrag über das Thema „Scheiter heiter“ zu halten, als sie das Scheitern der Ehe feststellte. Ich hab’s dann aber gelassen. Der Ex-Mann und ich, wir waren anschließend noch was trinken, und das sagt doch schon alles.

 

Dieser Artikel nimmt an der Blogparade #Gegenwind teil!

 


Umbruch by Hamburger Mediatorin - Sophie Löffler
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